8 von 10 Haustüren sind nicht sicher! – Informationsveranstaltung stößt auf großes Interesse

20. Februar 2016

Hofheim. Unter dem Motto „Sicherheit für Haus und Wohnung“ hatte die CDU Hofheim am vergangenen Mittwoch zu einem Vortrag in das Kellereigebäude eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt, denn das Interesse am Thema war groß. „Es vergeht kein Tag, an dem nicht in Hofheim und Umgebung ein Einbruch in ein Haus oder eine Wohnung stattfindet“, so die Organisatoren Christian Vogt und Andreas Hegeler zu Beginn der Veranstaltung. Doch zunächst einmal erfuhren die Zuhörer von Frau Miriam Glück, Vertreterin der Signal-Iduna-Versicherung aus Hofheim, ein paar nützliche Informationen was der Versicherte beachten muss, damit im Schadensfall auch die Versicherung für den entstandenen Schaden einsteht. Auch über aktuelle Tricks von Trickbetrügern konnte Frau Glück Auskunft geben, und so mancher Zuhörer erinnerte sich bei dem „Enkeltrick“ an eine ähnliche Begebenheit in seinem Freundeskreis. Doch dann wurde es ernst. Arthur Amend, Geschäftsführer der SECAL Amend Sicherheitstechnik GmbH aus Wiesbaden, holte das Brecheisen raus und demonstrierte sehr anschaulich, wie schnell ein Fenster oder eine Tür zu öffnen geht. Spätestens jetzt waren die Zuhörer vom Thema gefesselt und verfolgten mit großem Interesse den Ausführungen des Referenten. Bereitwillig zeigten Sie dabei ihre Haustürschlüssel dem Fachmann, der diese in Augenschein nahm und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen den Gästen mit auf den Weg geben konnte. Ein weiterer Schwerpunkt an diesem Abend war das Thema Alarmanlage oder besser fachmännisch „Einbruchmeldeanlage“. Amend erläuterte den Sinn einer solchen Anlage, denn diese sollen die Hausbesitzer, Nachbarn und Öffentlichkeit auf Einbruchsversuche hinweisen und somit eine frühzeitige Intervention ermöglichen.

Seit 2009 steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland kontinuierlich an. Lt. einer Studie der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention entsteht dabei jährlich ein Schaden von rd. 450 Mio EUR. Doch neben den materiellen Schäden sind häufig psychische Belastungen und Traumatisierungen eine Folge für die Betroffenen und können deren Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen. Die Polizei kann das Problem nicht alleine lösen. Daher, so Amend, gilt es das Augenmerk auch auf die Eigenvorsorge zu richten und durch den Einbau von Sicherheitstechnik, einem sicherheitsbewusstem Verhalten sowie der Aufmerksamkeit im Wohnumfeld zu sorgen. Der Staat unterstützt dabei z.B. mit zinsgünstigen Krediten oder Investitionszuschüssen beim Einbau einer Einbruchmeldeanlage.

Viel zu schnell ging die Informationsveranstaltung zu Ende und so konnten die Gäste nach rund 2 Stunden mit vielen neuen Informationen und Anregungen beruhigt nach Hause gehen.