CDU-Fraktion nominiert Kandidat für die Nachfolge von Andreas Hegeler

Hofheim. Die CDU-Fraktion in der Hofheimer Stadtverordnetenversammlung nominiert Armin Thaler für das Amt des Stadtverordnetenvorstehers. Bei der konstituierenden Sitzung des Stadtparlaments am Mittwoch, 22. April, wird der Christdemokrat als Kandidat für die Nachfolge seines Fraktionskollegen Andreas Hegeler vorgeschlagen. Hegeler, der das Amt des Stadtverordnetenvorstehers sieben Jahre lang ausgeübt hatte, übernimmt in der neuen Legislaturperiode gemeinsam mit Michael Müller den Vorsitz der CDU-Fraktion.

Erfahrung, Engagement und Persönlichkeit

„Es ist in nahezu allen Parlamenten auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene eine von Demokraten aller Parteien gepflegte Tradition, dass die stärkste Fraktion eines Parlaments den Vorsitzenden stellt“, erklärt Michael Müller. „Armin Thaler ist für dieses anspruchsvolle Amt bestens geeignet. Er bringt langjährige kommunalpolitische Erfahrung mit, wird durch seine ausgleichende Art über die Fraktionsgrenzen hinweg geschätzt und ist aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements in Hofheim bestens bekannt. Mit seiner Persönlichkeit wäre er ein ausgezeichneter Repräsentant der Stadt und der Stadtverordnetenversammlung.“

Seit vier Jahrzehnten kommunalpolitisch aktiv

Armin Thaler engagiert sich seit mehr als vier Jahrzehnten in der Kommunalpolitik. 1985 wurde er erstmals in den Ortsbeirat Marxheim gewählt, wo man ihm direkt das Amt des Ortsvorstehers anvertraute. Diese Funktion hatte er in den folgenden Legislaturperioden mehrfach inne. Seit 2016 gehört der 67-Jährige der Stadtverordnetenversammlung an. 2019 übernahm er den Vorsitz des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses. In dieser Funktion leitete Thaler zuletzt die schwierigen Haushaltsberatungen in dem Ausschuss, in dem die Parlamentarier fraktionsüberübergreifend in mehreren langen Sitzungen fast 300 Anträge diskutierten und auf diese Weise signifikante Einsparungen auf den Weg bringen konnten. 

Engagierter Vereinsmensch 

Armin Thaler ist Vorsitzender der TSG Marxheim, Schriftführer im Vorstand des Vereinsrings Marxheim und als Kassierer seit fast 20 Jahren Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Marxheimer Carneval-Vereins, bei dem er seit mehr als 40 Jahren auf der Bühne steht. Der verheiratete Vater dreier Kinder und zweifache Großvater war bei verschiedenen Banken beschäftigt und ist seit Anfang letzten Jahres in Ruhestand. 

„Meine Heimatstadt liegt mir sehr am Herzen“, sagt Armin Thaler. „Aktuell ist Hofheim in einer finanzpolitisch sehr schwierigen Situation und gleichzeitig sind wir alle gefragt sind, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen. Ich bin gern bereit, mich in diesem Sinne für die Stadt und die demokratischen Fraktionen im Stadtparlament zu engagieren.“

CDU Hofheim dankt Andreas Hegeler

Diese Funktion hat Andreas Hegeler sieben Jahre lang in hervorragender Weise ausgeübt. „Andreas Hegeler hat unzählige Termine wahrgenommen und sich dieser anspruchsvollen Aufgabe mit großem Engagement gewidmet. Die CDU Hofheim ist stolz und dankbar, dass wir einen so ausgezeichneten Stadtverordnetenvorsteher stellen konnten, der die Stadt optimal repräsentiert hat“, bedankt sich Jens Fleck, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands, bei dem scheidenden Parlamentsvorsitzenden.

CDU bietet Zusammenarbeit an

Der enorme Zeitaufwand, den das Amt des Stadtverordnetenvorsteher mit sich bringt, ist auch der Grund dafür, dass Andreas Hegeler nicht wieder kandidiert. Der 59-Jährige Bankkaufmann möchte sich stattdessen wieder der Fraktionsarbeit widmen. Andreas Hegeler und Michael Müller wurden bei der konstituierenden Sitzung der CDU-Fraktion gemeinsam zu Fraktionsvorsitzenden gewählt. Sie haben in den letzten Wochen Gespräche mit Vertretern der anderen Parlamentsfraktionen geführt und dabei deutlich gemacht, dass die CDU Hofheim auch angesichts der möglichen neuen Mehrheitsverhältnisse im Stadtparlament weiterhin zu einer konstruktiven, lösungsorientierten Zusammenarbeit bereit ist. „Wir werden in der nächsten Legislaturperiode vor großen finanziellen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Die hierbei zu treffenden Entscheidungen müssen wohl überlegt und ausgewogen sein“, so Hegeler. „Es ist im Interesse der Stadtpolitik und aller demokratischen Fraktionen, wenn wir diese Beschlüsse mit breiten Mehrheiten fassen können.“ Michael Müller ergänzt: „Dann können wir als Stadtverordnete zumindest auf eine etwas größere Akzeptanz bei der Bevölkerung hoffen. Dazu wäre es wichtig, dass die demokratischen Fraktionen ab der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode aufeinander zugehen und Kompromisse finden, anstatt mit Minimal-Mehrheiten wegweisende Beschlüsse zu fassen.“