Der Schatz vor der Haustür

18. September 2012

Hofheimer CDU-Sommer: Großer Zuspruch bei der Kapellenberg-Besichtigung.

Zahlreiche Bürger folgten der Einladung auf den steinzeitlichen Spuren zu wandeln

 

Hofheim. Am Samstag, den 15.9.2012, veranstaltete die CDU Hofheim eine Führung durch die archäologischen Ausgrabungsstätten am Kapellenberg. Die Führung erfolgte durch den renommierten Ausgrabungsleiter Prof. Dr. Gronenborn vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) und dem Institut für Vor- und Frühgeschichte der Universität Mainz.

 

Mehr als vierzig Hofheimer Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen der in Hofheim wohnende Hessische Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Axel Wintermeyer, MdL, und Hofheims Erster Stadtrat Wolfgang Exner folgten der Einladung und konnten vom Hofheimer CDU-Vorsitzenden Christian Vogt begrüßt werden. Alle Teilnehmer waren überrascht, welch archäologische Schätze auf den Kapellenberg vorzufinden sind. Bereits im Jahr 2008 wurde auf dem Kapellenberg nach steinzeitlichen Überresten geforscht. Die bisherigen Artefakte sind nach Auskunft des Ausgrabungsleiters spektakulär. Nach dem Glauberg in Mittelhessen, ist der Kapellenberg die zweite archäologische Sensation der letzten Jahre und ein Art `hessisches Pompeji`“.

Zusammen mit tausenden Keramikscherben und Steinartefakten, die in den 1970er gefunden wurden, ergäbe sich ein immer klareres Bild und Ausmaß der Kapellenberg-Siedlung, so Prof. Dr. Gronenborn weiter. Die jüngsten Forschungen zeigen, dass der aus der Zeit der Michelsberger Kultur stammende jungsteinzeitliche Ringwall ursprünglich aus einem reinen Palisadenwall bestand.

Der Umfang der Anlage lässt darauf schließen, dass sie eines der großen politischen und wirtschaftlichen Zentren der damaligen Zeit im Rhein-Main-Gebiet war. Angenommen wird, dass die Besiedlung etwa 600 Jahre andauerte und in der Spitze Heimat für bis zu 6000 Menschen gewesen sein könnte. Die Wälle sind seltene Relikte der Michelsberger Kultur, die Archäologen in die Zeit von 4400 bis 3500 vor Christus datieren und stellen damit europaweit eine Rarität dar. Die zahlreichen Bürger und Bürgerinnen Hofheims waren überaus erfreut über die kompetente Führung durch den Ausgrabungsleiter Prof. Dr. Gronenborn, der sich mehr als zwei Stunden Zeit nahm, unterhaltsam die Ausgrabungsstätte im historischen Kontext den Anwesenden näher zu bringen. Der Hofheimer CDU-Vorsitzende Christian Vogt zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch für diese Veranstaltung. „Meine Vorstandskollegen und ich fühlen uns bestätigt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Dieser außerordentliche archäologische Schatz direkt vor unserer Haustür bedarf besonderer Aufmerksamkeit und die Bemühungen von Prof. Dr. Gronenborn und seinem Team müssen unterstützt werden“, so Vogt abschließend.